Beirat für Baukultur

Der Beirat für Baukultur sieht seine Aufgaben nach eigener Definition in der Beratung der im Beirat vertretenen Dienststellen auf Bundesebene, in der Verankerung des Prinzips "Baukultur" auf allen politischen Ebenen und versteht sich als Dialogforum von Architektur und Bauwesen sowie Politik und Verwaltung. Der Beirat legt seinen Fokus auf die Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für Baukultur und möchte ein breites Verständnis von Baukultur als Querschnittsmaterie etablieren.

Struktur und Mitglieder

Die Plattform Baukulturpolitik verfasste als Mitglied der ARGE Baukulturreport 2006 den ersten österreichischen Baukulturreport im Auftrag der Bundesregierung und schlug darin unter anderem vor, einen Beirat für Baukultur einzurichten. 2008 wurde dieses Gremium  im Bundeskanzleramt etabliert, mittlerweile ist die Geschäftsstelle dieses Beirats im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport angesiedelt. Der Beirat für Baukultur besteht aus Vertreter*innen aller Bundesministerien, der Bundesimmobiliengesellschaft, des Bundesdenkmalamts, des Städte- und Gemeindebunds, der Architekturstiftung, des Architekturzentrums, der Plattform Baukulturpolitik, der Wirtschaftskammer, des Bundesverbands für Menschen mit Behinderung sowie der Bundeskammer der Ziviltechniker*innen. Zudem entsenden die neun Bundesländer nicht stimmberechtigte Vertreter*innen in den Beirat. Drei von 28 Sitzen im Beirat stehen der Plattform Baukulturpolitik zu.

Der Beirat für Baukultur befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit aktuellen Fragen der Baukultur in Österreich, gibt Empfehlungen an die Bundesregierung ab, begleitet alle fünf Jahre die Erarbeitung des Baukulturreports und war federführend bei der Erstellung der Baukulturellen Leitlinien des Bundes. Für die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen der Baukultur, die zusammen die Plattform Baukulturpolitik bilden, ist der Beirat für Baukultur ein wichtiger Ort des Austauschs und des Diskurses mit Akteur*innen der öffentlichen Hand.