Baukulturreports

Als Ergebnis der parlamentarischen Enquete zu Architekturpolitik und Baukultur im Jahr 2004, wurde erstmals ein Baukulturreport beauftragt und 2006 dem Nationalrat vorgelegt. Seither sind - im Fünfjahresrhythmus - zwei weitere Berichte erschienen.
Der 4. Baukulturreport ist aktuell in Ausarbeitung und soll im Sommer 2021 vorliegen.

© Christian Kühn

3. Baukulturreport

Der dritte österreichische Baukulturreport baut auf den Grundlagen der Reporte I und II auf, jedoch wurde die Perspektive der Betrachtung verändert. Statt aus der Erfahrung der gegenwärtigen Situation heraus Schritte zu empfehlen, die in eine bessere Zukunft führen, wird der Möglichkeitssinn der Leserinnen und Leser herausgefordert, um aus der Perspektive zugespitzter Zukunftsszenarien auf die gegenwärtige Situation quasi zurück zu blicken.

Die skizzierten Erzählinhalte wurden aus einer breit angelegten Zusammenschau von Expertinnen- und Expertenmeinungen zu politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Strömungen methodisch abgeleitet. Um handhabbare Szenarien zu erstellen, wurden zunächst Inhalte identifiziert und eingegrenzt, die für die österreichische Baukultur von besonderer Wichtigkeit sind. Dazu wurden Politikfelder definiert, die sich durch hohe Ressourcenintensität auszeichnen, wodurch sie auch für die allgemeine Entwicklung Österreichs von Bedeutung sind.

Folgende Politikfelder dienen als Erzählstränge der Szenarien:
• Landschaft als Ressource
• Stadt und Region
• Wohnbau
• Öffentlicher Sektor

Diese wurden in unterschiedlichen, plausiblen Varianten und Kombinationen in die Zukunft projiziert. Als Zeitrahmen dafür wurde das Jahr 2050 gewählt. Aus den anfangs 22 Entwicklungsszenarien wurden im Zuge einer qualitativ basierten und quantitativ gestützten Konsistenzanalyse drei Szenarien als besonders geeignet für die weitere Bearbeitung ausgewählt.

So konnten die Szenarien global, integral und national skizziert und in einem abschließenden Konsultationsprozess mit Fachexpertinnen und -experten finalisiert werden.

3. Baukulturreport Langfassung

3. Baukulturreport Kurzfassung

3. Baukulturreport English Summary

Das Szenario Global

© Andrea Maria Dusl

Das Szenario Integral

© Andrea Maria Dusl

Das Szenario National

© Andrea Maria Dusl

2. Baukulturreport

Nach dem ersten Baukulturreport von 2006 der umfassend die baukulturelle Situation darstellte, konzentriert sich der zweite Baukulturreport auf drei – besonders relevante – Schwerpunktthemen:

Im Schwerpunkt »zukunftsfähig« werden die wesentlichen Säulen der Nachhaltigkeit mit ihren Zusammenhängen und Wechselwirkungen dargestellt. Analysiert werden gesellschaftliche Entwicklungen sowie die ökologische und ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit. Des Weiteren wird das wirtschaftliche Potenzial von Innovationsförderungen in Architektur und (Bau-)Forschung untersucht.

Im Schwerpunkt »bürgernah« geht es um die Verankerung von Baukultur auf kommunaler Ebene. Von den Kommunen wird der größte Teil öffentlicher Bauaufgaben beauftragt und genutzt und damit ein wesentlicher Anteil an Steuermitteln investiert. Darüber hinaus sind die Gemeinden für die Baubewilligungsverfahren und für die Flächenwidmungs- und Bebauungspläne verantwortlich. Da diese Aufgaben jede Gemeinde – unabhängig von ihrer Größe – wahrzunehmen hat, wurden in erster Linie kleinere Gemeinden mit bis zu circa 5.000 EinwohnerInnen untersucht, die etwa 90 Prozent der österreichischen Gemeinden repräsentieren.

Im Schwerpunktthema »kompetent« wird der Schulbau als prominentes Beispiel für eine zentrale öffentliche Bauaufgabe auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene, bei der die Institutionen zudem unter großem Investitions- und Reformdruck stehen, untersucht. Ganztägige Betreuungsformen und neue Unterrichtsmethoden haben auch wesentliche Implikationen auf die Schulgebäude.
Weiters wird die Situation der Baukulturvermittlung für junge Menschen recherchiert und analysiert. Gerade in diesem Bereich steckt das größte Potenzial, um in der Bevölkerung ein breites Bewusstsein für Baukultur zu schaffen.

Auch wenn manche der in diesem Report angesprochenen Handlungsfelder nicht im direkten Kompetenzbereich des Bundes liegen, ist die Bundespolitik dennoch aufgefordert, ihre weitreichenden Einflussmöglichkeiten geltend zu machen, um dringend nötige Verbesserungen auch auf Landes- und Gemeindeebene voranzutreiben. Nur beispielhaft sind hier die Steuergesetzgebung und der Finanzausgleich, die Ausschüttung von Förderungen, Maßnahmen zur Verwaltungsreform, die Verkehrspolitik und nicht zuletzt die Vorbildwirkung ihrer baukulturellen Praxis zu nennen.

2. Baukulturreport

Nur wenn Baukultur als umfassendes Anliegen wahrgenommen wird, können soziale, ökonomische, ökologische und kulturelle Rahmenbedingungen für ein lebenswertes Umfeld gesichert werden.

1. Baukulturreport

Der 1. Baukulturreport bietet in sechs thematisch strukturierten Heften erstmals ein umfassendes Bild zum Stand von Architektur und Baukultur in Österreich. In längeren Aufsätzen werden einzelne Aspekte vertiefend behandelt, ergänzt um eine Vielzahl an Statements von allen relevanten Baukulturakteur*innen.

Im Zentrum steht dabei die Frage, welchen Nutzen die Baukultur für Wirtschaft und Gesellschaft bringt. Dabei werden die NutzerInnen in den Mittelpunkt gerückt, deren Lebensqualität maßgeblich durch vorausschauend geplante Gestaltung geprägt wird.

Der Report formuliert in sechs Themenfeldern etwa 50 Empfehlungen als Basis für eine zukünftig positive Entwicklung der Baukultur in Österreich.

1 Verbesserung rechtlicher und fiskalischer Rahmenbedingungen

2 Verankerung des Prinzips „Baukultur“ auf allen politischen Ebenen

3 Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Baukultur-Produktion

4 Maßnahmen zur Stärkung ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit

5 Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung zeitgenössischer Architektur und Baukultur

6 Maßnahmen zur Förderung der Wettbewerbskultur durch den Bund und andere Auftraggeber der öffentlichen Hand sowie für private Anbieter öffentlich genutzter Baulichkeiten

 

1. Baukulturreport Heft 1 Empfehlungen

1. Baukulturreport Heft 2 Verantwortung

1. Baukulturreport Heft 3 Öffentlichkeit

1. Baukulturreport Heft 4 Nachhaltigkeit

1. Baukulturreport Heft 5 Wirtschaft

1. Baukulturreport Heft 6 Produktion

1. Baukulturreport Inhalte